Hinweis: Diese Homepage bleibt vorerst erhalten, wird aber nicht mehr aktualisiert. Aktuelle Informationen rund um den Schadenersatzprozess „veolia/NOB gegen vier Antimilitarist_innen“ finden sich ab jetzt unter krieg.nirgendwo.info/veolia

Wer sich solidarisch mit den von Veolia verklagten Antimilitarist_innen zeigen möchte, ist dazu aufgerufen, dies auch der zuständigen Geschäftsleitung zu zeigen. Dazu haben sich in der Vergangenheit Solidaritätsfaxe, Anrufe, E-Mails und Briefe bewehrt. Man zeigt damit der entsprechenden Konzernleitung auf, das die Öffentlichkeit dieser die „gesellschaftliche Betriebserlaubnis“ für ihre Tätigkeiten entzieht. Der dadurch entstehende öffentliche Druck ist durchaus in der Lage, die Entscheidungen eines Unternehmens zu beeinflussen. Gerade bei Unternehmen mit einer sog. „Corporate Identity“, wie sie Veolia bzw. die Nord-Ostsee-Bahn zur Kundenbindung einsetzen, riskieren die Unternehmen, dass ihr Label in der Öffentlichkeit vermehrt mit negativen Sachverhalten verbunden wird, wenn die kritisierten Missstände nicht abgestellt werden.

Hier gibt es das Protestfax an die Veolia-Tochter Nord-Ostsee-Bahn (NOB) als PDF:

Protestfax an die Veolia-Tochter NOB

Vorschau Protestfax


Außerdem freuen sich die angeklagten Antimilitarist_innen über Spenden zur Deckung der Anwalts- und Gerichtskosten an:

Spendenkonto:
Nord-Ostsee-Sparkasse
Kontonr. 111 026 274
Blz: 217 500 00
Betreff: veolia nerven

Weitere Kontakt-Details:

Geschäftsführer:
Olaf Ernst, Andreas Winter

Nord-Ostsee-Bahn GmbH
Raiffeisenstraße 1
24103 Kiel

Tel.: 0180 / 10 180 11 (3,9 Ct/Min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 Ct/Min)
Fax: 0431 / 7 30 36 – 44
E-Mail: post@nord-ostsee-bahn.de

E-Mail-Formular:

http://www.nord-ostsee-bahn.de/nord-ostsee-bahn/index.html

Unser Faxvorschlag für copy+paste:

Sehr geehrter Herr Ernst, Sehr geehrter Herr Winter,

Als Geschäftsführer der Veolia-Tocherfirma Nord-Ostsee-Bahn fordere ich Sie hiermit ultimativ auf, auf Ihre Forderungen bezüglich der antimilitaristischen Gleisblockade vom Februar 2008 zu verzichten. Außerdem fordere ich, dass Sie die diesbezüglich anhänglichen Klagen auf der Stelle zurückziehen.

U.a. durch den Film „Water makes Money“ bin ich sehr gut im Bilde über die skandalösen Geschäftspraktiken Ihrer Konzernmutter Veolia. Von Korruption, Bilanzfälschung, Abrechnungsbetrug und vorsätzlicher Umweltverschmutzung zur Profitmaximierung ist dort die Rede. Die Vorwürfe sind derart gut dokumentiert, dass ich mich frage, ob derartige Praktiken nicht auch bei Veolia-Tochterfirmen vorkommen.
Besonders erschüttert hat mich zudem, dass Ihr Konzern auch vor kriminellen Machenschaften nicht zurückschreckt, wie das Beispiel der Tongruben Vehlitz und Möckern zeigt. Dort lagerte die Veolia 1,3 Mio. Tonnen Müll illegal ein. Dadurch riskiert diese u.a. gefährliche Gasentwicklungen und eine Verseuchung des Grundwassers.

Unter dem Eindruck des hier zu Tage tretenden Geschäftsgebarens bin ich ehrlich gesagt erleichtert, dass Ihr Haus ab Dezember 2011 nicht mehr für das „Netz Nord“ verantwortlich ist. Ähnliche positive Entscheidungen erhoffe ich mir von den zuständigen PolitikerInnen in der Zukunft auch für das „Netz Mitte“. Ich befürworte das Engagement der AktivistInnen ausdrücklich, die sich für eine friedlichere und bessere Welt einsetzen und bin der Meinung, dass die angeblich entstandenen Kosten problemlos mal von einem Unternehmen wie dem Ihren getragen werden können, dessen Mutterfirma stetig dabei ist, ökologische Verhältnisse und Lebensbedingungen weltweit zu verschlechtern.

Für einen Konzern, der derart rücksichtslos mit Mensch und Natur umgeht, und dabei Milliarden von Euros pro Jahr umsetzt, sind die geforderten 1072 Euro eine Kleinigkeit. Wenn die Ihnen wirklich in der Portokasse fehlen, fragen Sie doch in der Konzernzentrale in Paris nach! Statt die normalen Kunden auszuquetschen, könnten Sie dort beim Vorstandsdinner sammeln…

Mit freundlichen Grüßen